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8 Warnzeichen für Nierenprobleme, die du niemals ignorieren solltest

simo simo 17 Min. Lesezeit

8. Schmerzen im Rücken oder seitlich am Körper

Schmerzen im unteren Rücken werden häufig mit Muskelverspannungen, Fehlhaltungen oder langem Sitzen in Verbindung gebracht. Tatsächlich entstehen viele Rückenschmerzen durch Probleme des Bewegungsapparats.

Bestimmte Erkrankungen der Nieren und Harnwege können jedoch ebenfalls Schmerzen verursachen.

Nierenschmerzen werden häufig seitlich am Rücken unterhalb der Rippen wahrgenommen. Sie können einseitig oder beidseitig auftreten und je nach Ursache unterschiedlich stark sein.

Nierensteine können beispielsweise starke, plötzlich einsetzende Schmerzen verursachen. Diese können von der Flanke in den Unterbauch oder bis in die Leistengegend ausstrahlen. Manchmal kommen Übelkeit, Erbrechen oder Blut im Urin hinzu.

Eine Niereninfektion kann ebenfalls Schmerzen im seitlichen Rücken verursachen. Häufig treten zusätzlich Fieber, Schüttelfrost, ein ausgeprägtes Krankheitsgefühl oder Beschwerden beim Wasserlassen auf.

Solche Symptome sollten zeitnah ärztlich untersucht werden, da eine Niereninfektion eine gezielte Behandlung erfordern kann.

Wichtig ist auch hier die Unterscheidung zwischen möglichen Nierenschmerzen und gewöhnlichen Rückenschmerzen. Schmerzen, die sich durch Bewegung oder bestimmte Körperhaltungen verändern, können beispielsweise eher vom Bewegungsapparat ausgehen. Diese Unterscheidung ist jedoch nicht zuverlässig genug, um eine Erkrankung selbst auszuschließen.

Bei starken Flankenschmerzen, Fieber oder wiederholtem Erbrechen solltest du dringend medizinische Hilfe suchen. Besonders bei möglichen Nierensteinen in Verbindung mit Fieber ist eine sofortige Abklärung wichtig.

Auch sichtbares Blut im Urin sollte untersucht werden, selbst wenn keine Schmerzen auftreten.

Warum Nierenerkrankungen häufig lange unbemerkt bleiben

Ein besonders wichtiger Punkt wird bei der Betrachtung möglicher Warnzeichen häufig übersehen: Chronische Nierenerkrankungen können lange Zeit ohne erkennbare Beschwerden verlaufen.

Die Nieren besitzen eine beträchtliche funktionelle Reserve. Deshalb kann die Nierenfunktion bereits eingeschränkt sein, bevor deutliche Symptome auftreten.

Wer sich gesund fühlt, kann also trotzdem eine beginnende Nierenerkrankung haben.

Deshalb sind Untersuchungen besonders wichtig für Menschen mit bestimmten Risikofaktoren.

Dazu gehören vor allem:

  • Diabetes mellitus.
  • Bluthochdruck.
  • Bereits bekannte Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
  • Frühere Nierenerkrankungen oder bestimmte Nierenerkrankungen in der Familie.
  • Wiederkehrende Nierensteine oder bestimmte Erkrankungen der Harnwege.
  • Die langfristige Einnahme bestimmter Medikamente, die die Nieren belasten können.

Das bedeutet nicht, dass jeder Mensch mit einem dieser Risikofaktoren zwangsläufig eine Nierenerkrankung entwickelt. Es bedeutet lediglich, dass eine regelmäßige medizinische Kontrolle besonders sinnvoll sein kann.

Wie lässt sich die Nierenfunktion untersuchen?

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