Holunder gehört zu den Wildpflanzen, die in vielen Regionen Europas seit Jahrhunderten bekannt sind. Im Frühling fällt der Strauch durch seine kleinen, hellen Blüten auf, die in großen Blütenständen zusammenstehen. Gegen Ende des Sommers entwickeln sich daraus die charakteristischen dunkelvioletten bis fast schwarzen Beeren.
Schon in früheren Zeiten hatte der Holunder einen besonderen Stellenwert. Die Pflanze wurde nicht nur wegen ihrer Blüten und Früchte geschätzt, sondern galt in verschiedenen Kulturen auch als Schutzpflanze. Holundersträucher wurden häufig in der Nähe von Häusern angepflanzt.
Auch die hohlen Zweige wurden traditionell verwendet. Aus ihnen konnten beispielsweise kleine Flöten und andere einfache Gegenstände hergestellt werden. Blüten und reife Früchte fanden dagegen ihren Platz in der Küche.
Welche Pflanzenstoffe enthält Holunder?
Vor allem die Blüten und reifen Beeren enthalten verschiedene natürliche Pflanzenstoffe. Dazu gehören unter anderem Anthocyane und weitere antioxidativ wirkende Verbindungen.
Anthocyane sind Pflanzenfarbstoffe, die für die dunkle Farbe vieler Beeren verantwortlich sind. Sie kommen auch in anderen dunklen Früchten vor und sind Bestandteil einer abwechslungsreichen Ernährung.
Holunderbeeren werden traditionell auch im Zusammenhang mit saisonalen Beschwerden verwendet. Die vorhandenen wissenschaftlichen Untersuchungen sind jedoch begrenzt. Deshalb sollten Holunderprodukte nicht als Heilmittel verstanden werden und keine notwendige medizinische Behandlung ersetzen.
Holunderblüten in der Küche
Die weißen Blütenstände können auf unterschiedliche Weise verwendet werden. Besonders bekannt sind Holundersirup und verschiedene Getränke. Auch als Tee oder für süße Speisen werden die duftenden Blüten traditionell genutzt.
Eine beliebte Zubereitung sind ausgebackene Holunderblüten. Dafür werden die Blütenstände vorsichtig vorbereitet, in einen geeigneten Teig getaucht und anschließend ausgebacken.
Holundersirup ist außerdem eine bekannte Zutat für Getränke. In Kombination mit Mineralwasser, Minze und anderen Zutaten wird er beispielsweise für einen Hugo verwendet.
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