Was viele nicht wissen: Es gibt zwei sehr unterschiedliche Arten von Bissen.
Der Biss ist zunächst trocken: Die Schlange beißt, ohne Gift zu injizieren. Es kann schmerzen, Schwellungen oder Rötungen verursachen, ist aber an sich nicht giftig. Das Problem? Man kann es in dem Moment nicht sicher wissen. Deshalb sucht man trotzdem ärztliche Hilfe auf.
Ein Biss eines giftigen Tieres ist jedoch weitaus gefährlicher. Übelkeit, verschwommenes Sehen, Atemnot, Herzrhythmusstörungen… Die Symptome können sich rasch entwickeln. Und Vorsicht: Ein Biss kann auf den ersten Blick harmlos erscheinen – ein leichter Kratzer, eine kleine Schwellung. Lassen Sie sich nicht vom Schein täuschen.
Die 6 wichtigsten guten Gewohnheiten
Das ist der Kern der Sache. Diese sechs Regeln müssen beachtet werden:
1. Rufen Sie sofort den Notruf. Das Gift kann bereits nach wenigen Stunden wirken. Jede Minute zählt.
2. Bewegen Sie das Opfer nicht. Legen Sie es hin und fixieren Sie die betroffene Extremität mit einer Schiene oder Armschlinge. Rufen Sie den Rettungsdienst zum Opfer, nicht umgekehrt.
3. Schneiden Sie die Wunde nicht auf und legen Sie keinen Tourniquet an. Diese durch alte Filme bekannt gewordenen Maßnahmen sind gefährlich und völlig wirkungslos. Vergessen Sie sie.
4. Legen Sie einen festen Verband entlang der gesamten Gliedmaße von unten nach oben an, ohne die Blutzirkulation abzuschneiden. Dieser Verband darf nur unter ärztlicher Aufsicht entfernt werden.
5. Die Wunde nicht auswaschen und nicht versuchen, das Gift auszusaugen. Giftspuren sind für Ärzte wertvoll, da sie anhand dieser die geeignete Behandlung bestimmen.
6. Versuchen Sie nicht, die Schlange zu fangen oder zu töten. Die heutigen Gegengifte sind vielseitig – es besteht keine Notwendigkeit, einen zweiten Biss zu riskieren, um die Art zu bestimmen.
Gelassenheit erfordert Vorbereitung.
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