Warum unser Gehirn uns Streiche spielt
Das eigentliche Problem ist nicht mathematischer, sondern neurologischer Natur. Sobald wir ein Bild mit einem Wert verknüpfen, wendet unser Gehirn diese Verknüpfung automatisch an, ohne zu prüfen, ob sich etwas geändert hat. Sehen wir Kopfhörer? Wir denken an 10. Sehen wir Uhren? Wir denken an 4. Und wir handeln entsprechend, ohne zu überprüfen, ob es sich um ein Paar oder ein einzelnes Stück handelt.
Das ist genau so, als würde man ein Rezept zu schnell lesen und dabei einen wichtigen Schritt übersehen: Die Information war zwar da, aber wir haben sie nicht richtig wahrgenommen.
Die goldene Regel im Umgang mit solchen Herausforderungen
Erst beobachten, dann rechnen. Nehmen Sie sich die Zeit, jedes Bild genau zu untersuchen, die Unterschiede zwischen den Linien zu erkennen und erst dann die Werte einzusetzen und die Rechenreihenfolge einzuhalten.
Manchmal ist genaueres Hinsehen viel besser als schnelleres Rechnen.
