6. Erhöhte Geräuschempfindlichkeit
Eine ungewöhnliche Empfindlichkeit gegenüber Geräuschen wird manchmal mit Veränderungen im Nervensystem in Verbindung gebracht. Der Ausgangstext nennt auch einen niedrigen Magnesiumspiegel als mögliche Erklärung.
Allerdings kann Geräuschempfindlichkeit viele verschiedene Ursachen haben. Deshalb sollte dieses einzelne Symptom nicht als eindeutiger Hinweis auf einen Magnesiummangel betrachtet werden.
7. Krampfanfälle
Ein schwerer Mangel an bestimmten Mineralstoffen kann die normale Funktion des Nervensystems beeinträchtigen. Bei einem ausgeprägten Magnesiummangel können unter bestimmten Umständen auch schwerwiegende neurologische Beschwerden auftreten.
Krampfanfälle sind jedoch ein medizinischer Notfall und sollten niemals selbst mit Magnesium behandelt werden. Bei einem erstmaligen Krampfanfall ist sofort medizinische Hilfe erforderlich.
8. Niedrige Knochendichte
Magnesium spielt eine Rolle für die Erhaltung normaler Knochen. Ein großer Teil des Magnesiums im menschlichen Körper befindet sich im Knochengewebe.
Die Knochengesundheit hängt allerdings nicht von Magnesium allein ab. Auch Calcium, Vitamin D, körperliche Aktivität, Alter und viele weitere Faktoren spielen eine Rolle.
9. Verstopfung
Magnesium ist unter anderem in bestimmten Abführmitteln enthalten, weil einige Magnesiumverbindungen Wasser in den Darm ziehen und dadurch den Stuhl weicher machen können.
Eine ausreichende Ballaststoffzufuhr, genügend Flüssigkeit und Bewegung sind ebenfalls wichtige Bestandteile einer guten Verdauung. Bei länger anhaltender Verstopfung sollte nach der Ursache gesucht werden.
10. Blutdruck
Magnesium trägt zur normalen Funktion von Muskeln und Nerven bei und ist auch für verschiedene Prozesse im Herz-Kreislauf-System relevant.
Eine ausgewogene Ernährung mit magnesiumreichen Lebensmitteln kann Teil einer herzgesunden Ernährungsweise sein. Magnesium sollte jedoch nicht als alleinige Behandlung von Bluthochdruck betrachtet werden.
11. Blutzucker und Diabetes
Magnesium ist an verschiedenen Stoffwechselprozessen beteiligt und spielt auch bei der normalen Funktion des Energiestoffwechsels eine Rolle.
Ein Zusammenhang zwischen Magnesiumversorgung und Stoffwechselgesundheit wird wissenschaftlich untersucht. Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Magnesium Diabetes behandelt oder verhindert.
Menschen mit Diabetes sollten ihre Behandlung deshalb nicht eigenständig verändern oder Medikamente durch Nahrungsergänzungsmittel ersetzen.
12. Stimmung und Nervensystem
Auch das Nervensystem benötigt Magnesium für seine normale Funktion. Deshalb wird der Mineralstoff immer wieder im Zusammenhang mit Stimmung, Stress und psychischem Wohlbefinden untersucht.
Depressive Verstimmungen, starke Ängste oder anhaltende Stimmungsschwankungen können jedoch viele Ursachen haben. Solche Beschwerden sollten nicht allein mit einem vermuteten Magnesiummangel erklärt werden.
Wo steckt viel Magnesium?
Eine ausgewogene Ernährung liefert Magnesium aus verschiedenen natürlichen Quellen. Dazu gehören beispielsweise Nüsse, Samen, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und bestimmte Gemüsesorten.
- Kürbiskerne
- Mandeln und andere Nüsse
- Leinsamen und Chiasamen
- Haferflocken und Vollkornprodukte
- Bohnen und andere Hülsenfrüchte
- Spinat und grünes Blattgemüse
- Avocado
- Dunkle Schokolade mit hohem Kakaoanteil
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